Darmspiegelung

Koloskopie

Eine Darmspiegelung wird am häufigsten zur Darmkrebsvorsorge durchgeführt. Dabei werden bei einem Fünftel bis einem Drittel der Untersuchungen gutartige Vorstufen des Darmkrebses, sogenannte Polypen oder Adenome, entfernt. Dadurch wird diese gefährliche Erkrankung zu ca. 90% verhindert. Eine Darmspiegelung ist daher für jeden ab dem 50. Lebensjahr alle 10 Jahre empfohlen, in bestimmten (familiären) Situationen auch früher und häufiger. Darüberhinaus dient eine Darmspiegelung zur Klärung von chronischen Durchfällen und Darmblutungen. Es können z.B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Mb. Crohn und Colitis ulcerosa oder auch Blutgefäßveränderungen in der Darmschleimhaut festgestellt und teilweise auch behandelt werden.


Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung erfolgt mit einem weichen, etwa fingerdicken Schlauch, der über den After eingeführt und bis zum Anfang des Dickdarms, meistens auch ein kurzes Stück in das Ende des Dünndarms vorgeschoben wird. Über Glasfasern im Endoskop wird Licht in diese Organe geleitet. Durch Drehen an Rädern am äußeren Ende kann die Spitze des Endoskopes in alle Richtungen abgewinkelt werden. Dort befindet sich auch eine kleine Kamera, wie man sie von den heutigen Smartphones kennt, mit der die Schleimhaut der Organe betrachtet und photographiert werden kann. Die oben erwähnte Polypentfernung oder die Entnahme kleiner Gewebeproben, sogenannter Biopsien, erfolgt mit speziellen Instrumenten, die durch das Endoskop vorgeschoben und ebenfalls von außen bedient werden können.

Da das Vorschieben des Untersuchungsgerätes für die meisten Menschen unangenehm oder auch schmerzhaft ist, wird die Untersuchung in der Regel während eines kurzen künstlichen Schlafes, einer sogenannten Sedierung, durchgeführt. Nach einer solchen Sedierung darf man aus juristischen Gründen bis zum nächsten Tag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Lassen Sie sich also am besten nach der Untersuchung abholen.

Nur ein leerer Darm kann gut und sicher untersucht werden; es ist daher - je nach Uhrzeit des Untersuchungstermins - ab dem Nachmittag oder Abend des Vortages eine bestimmte Vorbereitung erforderlich, über die Sie sich hier informieren können.

In einem persönlichen Gespräch zu einem gesonderten Termin vor der Untersuchung können wir Ihnen alle Schritte nochmals in Ruhe erläutern. Hier beantworten wir auch gerne alle Ihre Fragen zur Untersuchung.